Mitreissende Ideen

DenkPause unterwegs im Biebertal: Wandern und die Welt weiterdenken


Kolping Paderborn ging bei der „DenkPause unterwegs“ einen ungewöhnlichen Weg zum Thema Nachhaltigkeit — im Wortsinn: Auf einer rund neun Kilometer langen Wanderung durch das Biebertal bei Menden im Märkischen Sauerland setzten sich die Teilnehmenden mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen auseinander.

Die „DenkPause“ ist ein Veranstaltungsformat von Kolping Paderborn, das Begegnung und Gespräch mit inhaltlichen Impulsen zu einem Schwerpunktthema verbindet. Statt Stuhlkreis und Beamer gab es an diesem Frühlingstag Waldwege, Stationen am Wegesrand und Zeit zum Nachdenken. Die Fragen, die die Gruppe unterwegs begleiteten, waren dabei ganz nah dran am eigenen Leben: Wo erlebe ich Spaltung oder Ungerechtigkeit in meinem Umfeld — und was kann ich dagegen tun?

Als Referentin begleitete Sigrid Stapel von KOLPING INTERNATIONAL die Wanderung mit Impulsen zu ausgewählten Nachhaltigkeitszielen, darunter „Keine Armut“, „Kein Hunger“, „Klimaschutz“ und „Friedliche und inklusive Gesellschaft“. Immer wieder stellte sie dabei den Bezug zum eigenen Verband her. „Engagement bei KOLPING war schon SDG-Arbeit, lange bevor es den Begriff gab“, brachte sie es auf den Punkt. Heute lasse sich dieser Begriff bewusst nutzen. An einem Bach lud Brigitte Viermann, Geistliche Leiterin von Kolping Paderborn, zu einer Atempause ein. Sie erinnerte daran, dass Wald und Wasser keine Kulisse sind, sondern Lebensgrundlage.

Genau darin liegt die nachhaltige Wirkung dieser Idee: Auf dem Papier wirken die Nachhaltigkeitsziele fern und abstrakt. Auf einem Waldweg, im Gespräch mit anderen, werden sie plötzlich greifbar und übersetzen sich in Fragen, die jede Kolpingsfamilie für sich beantworten kann. Diese wunderbare Idee macht deutlich, mit wie viel Kreativität und Gemeinschaftssinn sich große Weltziele in den eigenen Alltag holen lassen.

Vielen Dank allen, die diesen Tag möglich gemacht haben: Kolping Paderborn, den Teilnehmenden der „DenkPause unterwegs“ und den Referentinnen.

zurück