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Aktionsschwerpunkt „Arbeit“: Fünfjahresprogramm des Internationalen Kolpingwerkes

Einsatz für die Rechte der Arbeitnehmer in aller Welt

Auf der Generalversammlung des Internationalen Kolpingwerkes in Mai 2007 haben die Delegierten das Thema „Arbeit“ als Aktions-Schwerpunkt für die nächsten fünf Jahre beschlossen.

Dies sind die Schwerpunktthemen für die Jahre:

  • 2008: Christliche Arbeitsverständnis
  • 2009: Arbeitslosigkeit
  • 2010: Informelle Arbeitswelt
  • 2011: Berufliche Weiterqualifizierung
  • 2012: Arbeitsrecht

Konvention zum Schutz der Hausangestellten beschlossen

Im Juni 2011 fand in Genf die 100. Sitzung der Internationalen Arbeitskonferenz statt, dem obersten Organ der Internationalen Arbeitsorganisation ILO bei dem KOLPING INTERNATIONAL einen Beraterstatus hat. Im Rahmen der Sitzung wurde die Konvention Nr. 189 zum Thema menschenwürdige Arbeit für Hausangestellt verabschiedet, was einen historischen Durchbruch für die Rechte der Millionen Hausangestellten bedeutet.

KOLPING INTERNATIONAL hat sich seit mehreren Jahren aktiv für die Erarbeitung und Verabschiedung dieser Konvention eingesetzt und gemeinsam mit anderen bei der ILO vertretenen katholischen Organisationen begleitende Arbeitsgruppen zu den Verhandlungen der Arbeitskonferenz organisiert. Diese Initiativen von KOLPING INTERNATIONAL haben bei den anderen katholisch inspirierten Gruppen in und um die UN-Organisationen in Genf den Eindruck verstärkt, dass KOLPING INTERNATIONAL zu den treibenden Kräften beim Thema menschenwürdige Arbeit zählt.

Nach der Verabschiedung der Konvention auf der Arbeitskonferenz wird es nun darauf ankommen, diese Konvention in den einzelnen Nationalstaaten zu ratifizieren. KOLPING INTERNATIONAL fordert all seine Nationalverbände auf, diesen Prozess auf nationaler Ebene zu unterstützen.

Im Jahr 2011 stellt das Internationale Kolpingwerk das Thema „Berufliche Weiterqualifizierung“ in den Mittelpunkt seiner Arbeit:

„Qualifikation als Fundament für weitere Lernprozesse – Lebenslanges Lernen

Der bekannte Satz, „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“, gilt so nicht mehr. „Lebenslanges Lernen“ heißt die neue Herausforderung in einer Zeit des rapiden technischen, sozialen und demografischen Wandels. Arbeit und Ausbildung verdichten sich von Jahr zu Jahr, die Zeitabläufe der Produktion werden kürzer, Erfahrungswerte und Wissensstand veralten rapide. Die jungen Fachspezialisten, die wir jetzt auf dem neuesten Stand der Technik ausbilden, werden am Ende ihrer Ausbildung doch nicht auf dem neuesten Stand der Entwicklung sein. Wir sprechen deshalb von der Halbwertzeit des Wissens, und was gilt, gilt nur bis auf weiteres. Lebenslanges Lernen hat Aufnahme in viele bildungspolitische Programme gefunden, setzt aber gleichzeitig auch die Informationskompetenz des Einzelnen voraus.

Wer diesen Wandel erfolgreich bewältigen will, muss die Veränderungen erkennen und für sich selbst als Herausforderung annehmen, denn Lernen heißt heute, sich gedanklich und real ständig mit dem Neuen auseinanderzusetzen. Schon Lao Tse wusste, dass „Lernen wie ein Rudern gegen den Strom ist; sobald man aufhört, treibt man zurück“. Das Neue für uns: es betrifft inzwischen jeden Einzelnen.

Die Attribute, die uns gegenwärtig zum Begriff „berufliche (Weiter) Bildung“ einfallen sind: lebenslang und anwendungsorientiert. Die alte Zweiteilung der Lebensläufe in Bildungsphase und Arbeitsleben funktioniert nicht mehr. Berufspraxis und Lernen durchdringen sich gegenseitig, und zwar das ganze Arbeitsleben lang.“
(Auszug aus dem „Berufliche Weiterbildung und Kolping“ von Josef Sebastian Paul, Geschäftsführer Kolping Bildungswerk Augsburg. Den gesamten Text finden Sie hier.)
 
Im Juni 2009 hielt Dr. Hildegard Hagemann (Deutsche Kommission Justitia et Pax) im Namen von KOLPING INTERNATIONAL während einer Sitzung der Internationalen Arbeitskonferenz in Genf einen Vortrag über
Die Relevanz der Ratifizierung von ILO Konventionen in Krisenzeiten“.

Hier haben Sie die Möglichkeit, den Beitrag von Hubert Tintelott „Vorrang der Arbeit vor dem Kapital – Das christliche Arbeitsverständnis und wesentliche Aussagen der Enzyklika 'Laborem Exercens'“ als PDF herunterzuladen.
Dieser Beitrag ist entnommen aus der Publikation "Dialog", Ausgabe 1/2008: „Die Würde der menschlichen Arbeit - Christliches Arbeitsverständnis“.
Sie kann bestellt werden bei:
Roswitha Danz
Tel.+49 (0)221 / 77 88 0 - 22
E-Mail: RoswithaDanz@kolping.net
(Kosten: 7,00 Euro inkl. Porto).

Auch die Delegierten des Generalrats befassten sich im Mai 2008 in Bolvien mit diesem Thema. Zur Meldung »