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Bolivien: Weiterbildungskurse für Landfrauen

In den ländlichen Regionen Boliviens arbeiten viele Frauen als Kleinbäuerinnen oder im informellen Handel. Ihr Einkommen ist häufig gering und unregelmäßig. Eine zusätzliche Qualifikation in Bereichen wie Gastronomie, Konditorei oder Kunsthandwerk kann ihnen eine wichtige neue Einkommensquelle eröffnen. Doch in den abgelegenen Gegenden gibt es besonders für Frauen kaum Möglichkeiten zur Weiterbildung.

Diese Lücke füllt Kolping mit praxisnahen Kurzausbildungen. Hier erwerben die Frauen die notwendigen Fachkenntnisse, damit sie anschließend ein eigenes Kleinunternehmen aufbauen und langfristig ein gesichertes Einkommen erzielen können.

Alleine in den Kursen von April bis Juni haben rund 170 Frauen in den Regionen Camiri, Pando und Tarija eine neue berufliche Perspektive und die Chance erhalten, ihre Zukunft aktiv mitzugestalten.

In der Region Tarija bildeten sich 61 Teilnehmerinnen im Kolpinghaus als Bäckerin und Konditorin fort. Ob Kuchen, Quiches, Brioche, Pitabrote oder feines Gebäck: Die Frauen lernten, vielfältige Backwaren herzustellen und ansprechend zu dekorieren. Damit aus den neuen Fähigkeiten auch ein eigenes Einkommen entstehen kann, standen außerdem Preisgestaltung und Kostenkalkulation auf dem Programm.

Eine zweite Gruppe Frauen bildete sich in der Seifenproduktion fort. Die Teilnehmerinnen stellten Seifen, Kerzen und Waschmittel her und übten den sicheren Umgang mit den dafür benötigten Materialien.