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„Fatal und kurzsichtig“:  KOLPING INTERNATIONAL kritisiert die geplanten Kürzungen bei Entwicklungszusammenarbeit

Im Vergleich zu 2022 hat die Bundesregierung bereits den Haushalt für Entwicklungszusammenarbeit um fast um ein Drittel gekürzt. Auch KOLPING INTERNATIONAL bekommt die Folgen zu spüren: „Zum einen haben wir die Zahl der Partnerländer reduzieren müssen, mit denen wir kooperieren, und auch in den Projekten selbst haben wir teilweise Reduzierungen vornehmen müssen“ berichtet Generalsekretär Dr. Markus Demele im Interview des domradios.

„Wenn man die Menschen fragt, was sie glauben, wie viel Prozent des Bundeshaushaltes für Entwicklungsprojekte ausgegeben werden, dann schätzen die meisten zwischen 10 und 20 Prozent. Das sind wissenschaftliche Untersuchungen. Die tatsächliche Zahl liegt aber nur bei 1,9 Prozent: Wir haben also noch einen großen gesellschaftlichen Akzeptanzspielraum, die Mittel zu verausgaben …

Neben der moralischen Pflicht, Menschen, die in tödlicher Armut leben, helfen zu müssen, nennt Demele ein weiteres Argument: „Es nutzt Deutschland, wenn wir den Ärmsten der Welt helfen, wenn wir Entwicklungspartnerschaften mit anderen Regionen der Welt eingehen. Zum einen: Die Welt ist unglaublich vernetzt. Der Klimawandel betrifft uns alle. CO₂ macht nicht an Ländergrenzen Halt.“

Die Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit hält Demele für fatal und kurzsichtig: „In einigen Jahren werden wir als Gesellschaft merken, wie schmerzlich uns bestimmte Partnerschaften in anderen Regionen dieser Welt fehlen. Und damit meine ich nicht nur im Rahmen der Völkerverständigung und des gesellschaftlichen Miteinanders, sondern tatsächlich auch ganz konkrete, belastbare wirtschaftliche Beziehungen, die andere Länder möglicherweise dann stärker haben als wir.“

Zum Interview in voller Länge