In Südafrika unterstützt Kolping junge Mütter aus armen Familien mit Gewalterfahrung. Viele haben die Schule abgebrochen und sehen ohne Ausbildung und familiären Rückhalt keinerlei Perspektive. Sie sind vollkommen entmutigt und häufig mit der Kindererziehung überfordert.
„Bei Kolping erfahren die jungen Frauen zum ersten Mal in ihrem Leben Wertschätzung“, berichtet die Koordinatorin Anthea November. Im SPARK-Programm können sie in geschützter Umgebung offen darüber reden, was sie erlebt haben und wie sie sich ihre Zukunft vorstellen. Sie lernen, die Bedürfnisse ihrer Kinder wahrzunehmen und erhalten Tipps im Umgang mit den Kindern.
„SPARK hat einfach das Beste in mir zum Vorschein gebracht! Ich hatte keine Richtung, weil ich mich selbst verloren hatte. Ich habe gelernt, dass ich mich selbst lieben muss und dass diese Liebe dann auf meine Tochter übertragen werden kann“, berichtet Rue-Ann Claassen aus Dysselsdorp, Westkap.
Fachkräften betreuen die jungen Frauen und ermutigen sie, einen Beruf zu ergreifen. Kolping hilft bei der Vermittlung von Praktika. Agcobile Mkisi sagt: „Ich nutze mein neu erworbenes Wissen, um gesunde Mahlzeiten und Snacks für meine Familie zu kochen und zu backen, aber auch, um etwas Geld zu verdienen. Ich bekomme Bestellungen aus der Gemeinde für Kuchen und habe viel Freude daran.“
Mittlerweile wird das Projekt nicht nur in den Townships rund um Kapstadt angeboten, sondern auch in den benachbarten südlichen Provinzen, im Ost- und Südkap. In den letzten beiden Jahren profitierten 230 Mütter und 360 Kindern von dem Programm.





