NEWS

Malawi: Langfristiges Projekt zur Ernährungssicherung

Kolping Malawi hat ein neues langfristiges Projekt zur Ernährungssicherung begonnen. Ziel ist es, die Ernten zu steigern, Strategien gegen die Folgen des Klimawandels zu entwickeln und die Lebensgrundlagen von Kleinbauernfamilien nachhaltig zu verbessern. Das Projekt wird in den Distrikten Kasungu, Chitipa, Karonga, Rumphi, Mzimba, Ntcheu und Dedza umgesetzt.

„Mit unserem Projekt wollen wir Hunger und Armut unter unseren Bauernfamilien bekämpfen“, erklärte Kolping-Geschäftsführerin Leah Nyondo. Im ländlich geprägten Malawi sind die Kleinbauern besonders stark von Armut und Ernährungsunsicherheit betroffen.  Viele Bauern arbeiten mit einfachen Geräten und können durch unzureichende Anbaumethoden keine ausreichende Ernte erzielen, die die Familie ernährt.

Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Vermittlung klimafreundlicher Anbaumethoden. Die Kleinbauern werden unter anderem in früher Aussaat und nachhaltiger Bodenbewirtschaftung geschult, um sich besser an veränderte Wetterbedingungen anzupassen. Darüber hinaus fördert Kolping den ökologischen Landbau als kostengünstige Alternative zu den stark gestiegenen Preisen für Kunstdünger. Großen Erfolg erzielt Kolping unter anderem durch die Vergabe von Ziegen an die Mitglieder, die den Ziegenmist als Biodünger nutzen und ihre Ernte verdreifachen können.

Finanziert wird das neunjährige Projekt vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über KOLPING INTERNATIONAL und durch Spenderinnen und Spender.

Mit rund 2.100 Mitgliedern in 82 Kolpingsfamilien gehört Kolping Malawi zu den stark wachsenden Nationalverbänden. Der Status als Nationalverband wurde 2023 verliehen.