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One World, One Kolping

Von Europa in den Globalen Süden – Kolping verbindet durch Zusammenarbeit. Am vergangenen Wochenende fand in Belgrad das Seminar „One World, One Kolping“ statt, organisiert von KOLPING INTERNATIONAL mit Unterstützung von Kolping Serbien.

An dem Workshop nahmen Vertreter der Kolpingverbänden aus Litauen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Rumänien, Deutschland, Serbien und Polen teil. Wir trafen uns, um gemeinsam unsere Kompetenzen in der Umsetzung internationaler Projekte und der globalen Bildung zu stärken – mit besonderem Fokus auf Partnerschaften mit Ländern des Globalen Südens.

Der Workshop wurde vom Generalsekretär von KOLPING INTERNATIONAL – Markus Demele – geleitet. Er vermittelte den Teilnehmenden fundiertes Wissen über die katholische Soziallehre, globale Bildungsansätze sowie die Ziele nachhaltiger Entwicklung. Darüber hinaus teilte er zahlreiche Praxisbeispiele sowie persönliche, langjährige Erfahrungen aus seinen Reisen zu Kolpingverbänden in den entlegensten Teilen der Welt. Er berichtete über kulturelle Unterschiede, inspirierende Begegnungen und unvergessliche Erlebnisse, die mit dem globalen Engagement von Kolping verbunden sind.

Gerade in der heutigen Zeit gehört es zu den wichtigen Aufgaben der Kolping-Leitung auf nationaler Ebene, die Kolpingsfamilien darin zu bestärken, sich für internationale Solidarität zu öffnen – oder wie wir es kurz nennen: die „One World Initiatives“. Dies kann ein neuer und wertvoller Wirkungsbereich für Kolpingsfamilien sein – auch in vielen europäischen Ländern.

 

 

Während des Treffens wurden zentrale Herausforderungen der heutigen Welt diskutiert – wie Armut, soziale Ungleichheit und kulturelle Vielfalt. Es wurden auch inspirierende Projekte aus Afrika, Asien und Lateinamerika vorgestellt.

Die Kolping-Stiftung in Polen wurde eingeladen, ihre bisherigen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Partnern aus dem Globalen Süden zu teilen. Patrycja Kwapik präsentierte das Projekt COFFEE – Cooperation for Fair Economy and Education, das wir gemeinsam mit Partnern aus Rumänien, Deutschland, Mexiko und Honduras umgesetzt haben. Agnes Kaiserné aus Ungarn stellte die Partnerschaft von Kolping Ungarn mit der deutschen Diözese Augsburg sowie eine interkulturelle Initiative ihrer Kolpingsfamilie in Gödöllő vor. Diese Erfahrungen sind eine wertvolle Unterstützung für Organisationen in anderen europäischen Ländern, die gerade erst mit der Zusammenarbeit mit Partnern aus dem Globalen Süden beginnen.

Ein besonderer Programmpunkt war auch das Online-Treffen mit Fred Wakisa, dem Geschäftsführer von Kolping Uganda. Er stellte die fast 40-jährige Geschichte der Kolping-Arbeit in Uganda sowie die langjährige Partnerschaft mit der deutschen Diözese Münster vor.

Ein herzliches Dankeschön an KOLPING INTERNATIONAL für die Möglichkeit, an diesem inspirierenden Seminar teilzunehmen, und an Kolping Serbien für die außergewöhnliche Gastfreundschaft, Hilfsbereitschaft und perfekte Organisation, die uns ein rundum angenehmes und bereicherndes Wochenende in Belgrad ermöglicht haben.

Patrycja Kwapik, Vorsitzende Kolping Europa