KOLPING arbeitet daran, ein sicherer Ort für alle zu sein. Der Schutz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen vor Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung hat bei KOLPING INTERNATIONAL weltweit hohe Priorität. Die Nationalverbände sind dabei Safeguarding-Konzepte zu entwickeln und umzusetzen, um KOLPING zu einem sicheren Ort für alle Menschen zu machen. Schulungen, Risikoanalysen und die Erarbeitung verbindlicher Leitlinien stärken das Bewusstsein für das Thema und helfen, Schutzstrukturen nachhaltig zu verankern.
Indien: KOLPING Indien hat einen umfassenden Beteiligungsprozess zur Entwicklung einer nationalen Safeguarding-Richtlinie gestartet. Am 26. und 27. Juni 2026 nahmen Koordinatorinnen und Koordinatoren aus verschiedenen Regionen des Landes an einem zweitägigen Workshop im Adolph-Kolping-Ressourcenzentrum in Kancheepuram teil.
Im Mittelpunkt standen die Grundlagen von Safeguarding, die Identifizierung besonders schutzbedürftiger Gruppen, verschiedene Formen von Missbrauch sowie Melde- und Schutzmechanismen. Besonders hervorzuheben ist der partizipative Ansatz des Workshops: In Gruppenarbeiten analysierten die Teilnehmenden Risiken in ihrem Arbeitsumfeld und identifizierten schutzbedürftige Personen und Gruppen innerhalb der KOLPING-Arbeit. Der Workshop markiert den Beginn eines umfassenden Konsultationsprozesses. Anfang September finden weitere Schulungen für Mitglieder der Diözesanverbände und die Diözesandirektoren statt. Durch die Einbindung von Verantwortlichen auf allen Ebenen soll die Richtlinie praxisnah entwickelt und breit im Verband verankert werden. Der Abschluss des Prozesses ist für Ende Oktober vorgesehen.
Ruanda: Auch KOLPING Ruanda arbeitet intensiv am Ausbau seiner Safeguarding-Strukturen. In einem Workshop der Safeguarding-Beauftragten Sigrid Stapel mit dem Team des Nationalverbands in Ruyenzi (bei Kigali) standen der Schutz vor sexualisierter Gewalt und Ausbeutung sowie der Kinderschutz im Mittelpunkt. Gemeinsam wurde eine Risikoanalyse für die verschiedenen Arbeitsbereiche erarbeitet und an der Weiterentwicklung der Safeguarding-Leitlinien gearbeitet. Die Teilnehmenden entwickelten konkrete Ansätze, um Schutzmechanismen zu stärken und eine Kultur der Achtsamkeit und Verantwortung weiter zu fördern.
So wächst in den KOLPING-Verbänden weltweit das Bewusstsein dafür, dass Safeguarding eine gemeinsame Aufgabe ist und wirksamer Schutz nur dort gelingt, wo Respekt, Aufmerksamkeit und Verantwortung fest im Verbandsleben verankert sind.




