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07.05.2018: Bolivien

Gesundheit statt Profite


Leidenschaftliches Engagement der Kolpingmitglieder in Bolivien und starke Partnerschaften mit Kolping Schweiz und Kolping International haben es möglich gemacht: Kolping Bolivien ist heute ein anerkannter katholischer Verband im Lande und hochgeschätzt für seine Gesundheitsdienstleistungen.

Bei seinem Besuch konnte sich der Generalsekretär von Kolping International davon überzeugen, wie engagiert die Verantwortlichen vor Ort zu Werke gehen. „Das geht weit über nachhaltige Projektarbeit hinaus“, so Demele. „Hier gibt jeder mit voller Kraft sein Bestes, um den Armen zu helfen und professionelle Arbeit abzuliefern – im Haupt- und im Ehrenamt!“ Besonders die Gesundheitszentren beeindruckten.

„Die Menschen, die unser Zentrum besuchen, haben keine feste Arbeit, sondern sind Tagelöhner und verdienen von Tag zu Tag das, was sie zum Überleben brauchen. Meistens haben sie viele Kinder. Es sind Menschen, die wirklich arm sind. Wir haben unsere Preise so gestaltet, dass sie für sie noch bezahlbar sind“, erklärt Elizabeth Reyes. Sie leitet das Gesundheitszentrum, das von Kolping Bolivien betrieben wird. Es liegt am Rande von El Alto, der Vorstadt der bolivianischen Metropole La Paz. Die Menschen hier sind arm und der Staat schwach. Es gibt zwar eine staatliche Gesundheitsversorgung, doch das System ist überfordert.

„In einem staatlichen Zentrum muss man sich morgens um drei, vier in der Frühe anmelden, um im Laufe des Tages dran zu kommen. In eine Privatklinik können diese Menschen nicht gehen, die Beratung würde 15 bis 20 Euro kosten. Bei Kolping sind es zwei Euro. Das ist das Minimum dessen, was wir nehmen müssen“, so Reyes. Engagierte Kolpingsfamilien und dazu Einrichtungen, die den Menschen tatkräftig helfen – das ist Kolping in Bolivien.


Auch mit Gesundheitskampagnen hilft Kolping den Menschen in Bolivien.