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06.07.2018: Interview zur Flüchtlingsdebatte

Im Asylstreit beschwört die Politik auch die „Bekämpfung von Fluchtursachen". Generalsekretär Demele kritisiert, dass in der Realität wenig dafür getan wird.


Kaum jemand frage sich, warum sich Menschen auf den Weg machen und was die Ursachen dafür sind, sagt der Generalsekretär von Kolping International, Markus Demele. In einem Interview mit dem domradio nimmt er Stellung zur aktuellen Flüchtlingsdebatte: 

Geflüchtete und Fluchtursachen seien derzeit zwei vollkommen voneinander getrennte Diskurse, meint Demele. Er begrüßt den von Entwicklungsminister Müller vorgelegten "Marshallplan mit Afrika", in dem viele richtige und gute Dinge stünden und der sicherstellen soll, „dass wir weiter in die richtige Richtung gehen und zwar gemeinsam mit den afrikanischen Staaten“, so Demele.

„Die Summe der vielen kleinen Initiativen ergibt etwas Großes. Die Menschen, die sich bei Kolping einsetzen und versuchen, in der Projektarbeit ihr Leben zu verbessern, schaffen tatsächlich eine Perspektive in der Heimat, indem sie ihre eigene ökonomische Situation verbessern.“

Das ganze Interview gibt es auf domradio.de


„Ich ernte jetzt das Dreifache, seit ich bei Kolping gelernt habe, wie ich meine Felder dünge“, freut sich diese Bäuerin aus Tansania. Jetzt ist genug Geld da für die Ausbildung der Kinder und auch für den Notfall kann etwas zurückgelegt werden.