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09.06.2017: Menschenwürdige Arbeit – ILO-Konferenz in Genf

Wie werden Menschen vor Ausbeutung geschützt? Kolping fordert mehr Inspektionen vor Ort


Millionen von Kindern, Männern und Frauen arbeiten weltweit täglich unter schlimmen Bedingungen und ohne Arbeitsvertrag. Gesetze, die dies verhindern, gibt es längst, aber sie werden zu wenig umgesetzt. Inspektionen des Arbeitsplatzes sind ein Mittel, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen aufzudecken. Die Menschen könnten geschützt werden, wenn die bereits existierenden Gesetze konsequent angewendet würden. Kolping setzt sich dafür ein, diese Gesetze weltweit anzupassen und umzusetzen.

„Der demokratische Staat muss angesichts der Herausforderungen der Globalisierung ständig seine Instrumente zum Schutz der Rechte der Arbeitenden überprüfen und verbessern“, fordert Dr. Hildegard Hagemann von der Deutschen Kommission Justitia et Pax als Vertreterin von Kolping International auf dem Jahrestreffen der ILO in Genf.

Am Rande der Tagung treffen sich auch katholischen Organisationen um zu diskutieren, ob Arbeitsinspektionen das geeignete Instrument sind, die Ausbeutung der informell Arbeitenden  zu verhindern. Der Generalsekretär von Kolping International, Dr. Markus Demele, plädiert für unangekündigte Besuche am Arbeitsplatz - mit allen Konsequenzen: „Die Arbeitsinspektion ist ein Instrument zur Umsetzung geltenden Rechts. Es geht nicht an, dass Verletzungen der Arbeitsrechte und damit der Menschenrechte nicht geahndet und bestraft werden.“

Das Internationale Kolpingwerk hat einen Sonderstatus bei der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und den Konsultativstatus beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen.


Teepflückerinnen in Indien

Veranstaltung: „Arbeitsinspektion als Instrument, Rechte informell Arbeitender zu schützen - Herausforderungen, Möglichkeiten und Verantwortung“

Generalsekretär Dr. Markus Demele