Projekt im Fokus

Mobiler Hospizdienst: Gemeinsam statt einsam

In Krakau bietet Kolping einen Mobilen Hospizdienst an, der sterbenskranke Menschen und ihre Angehörigen unterstützt. Neben den medizinischen Kräften besuchen ehrenamtlich Engagierte die Familien. Für diesen wichtigen Dienst aus Nächstenliebe bittet Kolping Polen um die Hilfe der Kolpinggeschwister in Deutschland.

In unserem Nachbarland werden kranke Angehörige meist zu Hause gepflegt. Die Pflege ist eine enorme Belastung und eine Ausnahmesituation für die ganze Familie. Die Angehörigen fühlen sich oft allein gelassen – staatliche Hilfe gibt es kaum.

„Wir möchten die unheilbar Kranken in ihren letzten Monaten und Wochen begleiten und ihnen das beschwerte Leben leichter machen. Dabei haben wir auch die Angehörigen im Blick. Für sie sind unsere Besuche und unsere Fürsorge eine große Entlastung. Die Menschen sind unendlich dankbar dafür, dass wir sie in dieser schweren Zeit begleiten“, beschreibt Beata Harasimowicz, Leiterin und „Erfinderin“ des Hospizdienstes, die Unterstützung.

Ehrenamtlich engagiert für Kranke und ihre Familien

Ein Pflegeteam kümmert sich um die Kranken und ihre Familien. Eine Krankenschwester besucht die Familien zwei Mal in der Woche; auch Ärzte, Psychologen und Physiotherapeutinnen gehören zum erweiterten Team. Drei ehrenamtliche Helferinnen besuchen die Familien regelmäßig und schaffen Entlastung. Der Hospizdienst ist noch recht jung – er wurde erst im vergangenen Jahr aufgebaut. Im ersten Jahr konnten schon 21 Familien begleitet werden. Der Bedarf ist weitaus größer.

Die erste Anlaufstelle für die Angehörigen ist ein Beratungsbüro, dessen Mitarbeitende auch konkret bei Kontakten mit den Ämtern und Anträgen helfen. Zudem betreibt das Beratungsbüro den Verleih medizinischer Geräte wie Inhalatoren, Pflegebetten, Rollstühle oder Krücken. Diese werden kostenlos zur Verfügung gestellt, inklusive Schulung des Einsatzes der Geräte.

Kolping-Solidarität, die trägt

Bisher wird der Mobile Hospizdienst rein aus Spenden finanziert, die durch vielfältige Aktivitäten der polnischen Kolpingsfamilien gesammelt werden. Doch es gibt eine gute Perspektive: Nach drei Jahren des Aufbaus und der eigenen Finanzierung können Einrichtungen wie ein Hospizdienst in die staatlich finanzierten Gesundheitssysteme aufgenommen werden. Bis dahin sollen Strukturen weiter aufgebaut werden, vor allem aus dem Besuchsdienst, der bisher aus drei Ehrenamtlichen besteht, soll eine größere Gruppe entstehen.

Bis der Hospizdienst in die staatliche Finanzierung kommt, werden noch Spenden benötigt. Kolping Polen bittet jetzt die Kolpinggeschwister in Deutschland um Unterstützung.

Beata Harasimowicz schreibt: „Liebe Kolpinggeschwister in Deutschland, wir haben unseren Hospizdienst mit viel Engagement und Herzblut aufgebaut. Wir haben gemeinsam viel geschafft, und die staatliche Finanzierung ist zum Greifen nah. Bitte helft uns dabei, den Hospizdienst noch über die letzte Strecke zu tragen. Bitte unterstützt uns mit einer Spende, damit wir weiterhin Menschen am Ende ihres Lebens begleiten können. Mit einem herzlichen Gruß aus Polen! Ich danke Euch schon heute für Eure Solidarität.“

So können Sie helfen:

Fahrtkostenzuschuss für die Ehrenamtlichen: 60 Euro

Medizinisches Material für eine Woche: 200 €

Kosten für medizinisches Personal für zwei Wochen: 500 €

Spendenkonto:
KOLPING INTERNATIONAL Cooperation e.V.
DKM Darlehnskasse Münster
IBAN DE74 4006 0265 0001 3135 00
BIC: GENODEM1DKM
Stichwort: PFO Mobiler Hospizdienst