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Das fünf-Jahresprogramm für KOLPING INTERNATIONAL von 2013 bis 2017

Auf der Generalversammlung im Juni 2012 diskutierten die Teilnehmer über die Katholische Soziallehre und den Verband.

In der Zeit von 2013 bis 2017 wollen wir uns im Internationalen Kolpingwerk intensiv mit der Katholische Soziallehre als einem der Fundamente des Internationalen Kolpingwerkes auseinandersetzen. In jedem Jahr soll ein Grundprinzip der Katholischen Soziallehre im Mittelpunkt stehen. Die Delegierten der Generalversammlung haben für jedes Grundprinzip in jeweils vier Sätzen beschrieben, was im Internationalen Kolpingwerk zur Umsetzung des Grundprinzips bereits erreicht wurde und in weiteren vier Sätzen, wo verstärkte Aktivitäten erforderlich wären.

Jeder Nationalverband und jede Kolpingsfamilie sollte ihrerseits prüfen, wo sie Aktivitäten entwickeln kann zur Umsetzung des jeweiligen Grundprinzips.

  • 2013: Würde der Person

Jeder Mensch ist einmalig und mit einer besonderen unveräußerlichen Würde ausgestattet. Er ist Träger, Schöpfer und Ziel aller gesellschaftlichen Einrichtungen und dafür verantwortlich, in Freiheit sich selbst zu entwickeln. Als soziales Wesen ist er von anderen Menschen abhängig und für andere Menschen verantwortlich.

  • 2014: Solidarität

Der Mensch ist als soziales Wesen wechselseitig mit mehreren bzw. vielen Menschen verbunden und auf sie angewiesen. Er kann seine Ziele nur im Zusammenwirken mit anderen erreichen. Diese wechselseitige Abhängigkeit muss sich in Solidarität verwandeln, die auf dem Prinzip gründet, dass die Güter der Schöpfung für alle bestimmt sind.

  • 2015: Subsidiarität

Der Beitrag, welche der Einzelne aus eigener Initiative und Kraft leisten kann, soll ihm nicht abgenommen werden. Was kleinere und untergeordnete Gemeinwesen leisten können, darf nicht durch übergeordnete Gemeinwesen übernommen werden. Die übergeordneten Gemeinwesen haben die Pflicht, untergeordnete Gemeinwesen und die einzelnen Menschen mit dem Ziel der Hilfe zur Selbsthilfe zu unterstützen

  • 2016: Gemeinwohl

Gemeinwohl ist das allgemeine Wohl. Es umfasst die Ganzheit der Bedingungen des gesellschaftlichen Lebens, die sowohl den Gruppen als auch den einzelnen Mitgliedern eine geistige und menschliche Entwicklung ermöglichen. Dabei ist das Gemeinwohl mehr als die Summe der Einzelinteressen. Bei der Bestimmung des Gemeinwohls müssen unabhängig von der gesellschaftlichen Ebene die Werte der Menschenwürde, der Freiheit, Gerechtigkeit, des Friedens und der Rechtssicherheit des Einzelnen betrachtet werden. Alle Mitglieder der Gesellschaft sind verpflichtet, einen Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten.

  • 2017: Nachhaltigkeit

  Der Mensch muss mit den Gütern und Ressourcen der Erde so umgehen, dass auch die Lebens- und Entfaltungsmöglichkeiten zukünftiger Generationen gesichert sind. Daher gilt es, eine Wirtschaftsweise zu praktizieren, die auch für die Zukunft Erwerb und Wohlstand für die nachfolgenden Generationen ermöglicht. Ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Verhalten des Einzelnen fordert partizipative gesellschaftliche Strukturen, die die Menschen zur Solidarität und Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen und der Natur ermutigen und befähigen.

 

Kolping und die Katholische Soziallehre

  Weltweit Zuhause - Ausgabe 02.2012