Tansania

„Credit Cows“ – Mit Kleinkrediten in die Zukunft

Tansania ist Friedensstifter und Vorreiter seiner Region: Fast eine Million Flüchtlinge nahm das Land von seinen Nachbarländern auf. Auch verdoppelte das Land innerhalb der letzten Dekade das Pro-Kopf-Einkommen seiner Bürger. Dennoch zählt Tansania zu den ärmsten Ländern der Welt. Genau hier setzt Kolping an und hilft den Kolpingsfamilien vor Ort dabei, sich eine Existenz aufzubauen.

Kolping vor Ort

 

Die Gründung des Nationalverbands Tansania 1991 war der Startschuss für die Arbeit von Kolping vor Ort. Mit verschiedenen Schwerpunkten arbeitet Kolping nun seit mehr als 20 Jahren im Land und zeigt zusammen mit mittlerweile 12.736 Mitgliedern in den 378  Kolpingsfamilien Zukunftsperspektiven auf. Wie genau schaffen wir das? Durch unser Engagement in den folgenden Bereichen stärkt Kolping die Chance auf ein besseres Leben:

Ausbildung

Ländliche Entwicklung

Kleinkredite

Wasser

Der Erfolg kam mit dem Kompost

„Credit Cows“ – Kredit-Kühe. So heißt das Programm, das der Familie Mukebita aus der Armut verholfen hat. Die Familie lebt in der Diözese Bukoba und ist Mitglied einer Kolpingsfamilie. Nachdem Richard Celestine Mukebita und seine Frau Domina Richard mit ihren sieben Kindern sich mit dem Ackerbau kaum über Wasser halten konnten, erhielten sie zwei „Credit Cows“, wie die Kolpingsfamilien zu den Milchkühen des Milchviehprogramms sagen. Heute geht es ihnen gut: Neben der Milch geben die Kühe auch Dung, der sich ausgesprochen gut zum Anlegen von Kompost eignet. Dadurch wird der Ackerboden deutlich fruchtbarer, und die Erträge der Ernte ernähren nun die ganze Familie. Das erste Kalb wird an eine andere Kolpingsfamilie weiter gegeben, so zahlen die Mukebitas ihren Kredit ab und ermöglichen ihren Kindern eine sorglose Kindheit.

„Bevor ich der Gruppe beigetreten bin, konnte ich nicht einmal ein Bund Bananen von meinem Feld ernten. Seit 2010 bin ich in der Lage, monatlich etwa sechs Bündel mit dem Gewicht von 60-80 Kilo zu ernten. Ich habe auch andere Nutzpflanzen wie Bohnen, Maniok und Süßkartoffeln, die ich mit dem Bananenfeld vermische. Wegen des Komposts wächst das Gemüse ebenfalls besser, und die Nahrungssicherung für meine Familie ist kein Problem mehr. Was übrig ist, kann ich verkaufen und habe dadurch mehr Einkommen. Zudem sind wir in der Lage, Arztkosten und die Schulgebühren unserer Kinder aufzubringen. Wir planen, in ein paar Jahren ein besseres Haus zu bauen.“

Kolping leistet zusammen mit den Kolpingsfamilien tolle Arbeit: Neben Fortbildungen, Kleinkrediten und Wasserprojekten werden auch Aidswaisen unterstützt. Damit wird den Kolpingmitgliedern die Chance gegeben, sich eigenständig eine gute Existenz aufzubauen.

Weitere Projekte

Gerne können Sie uns kontaktieren: spenden@kolping.net

Ursula Mund: Tel. +49 (0)221 / 77 88 0-37

Barbara Demmer: Tel. +49 (0)221 / 77 88 0-39

Aktuelle Informationen aus Tansania:

www.kolpingtanzania.or.tz