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Wir bei KOLPING verändern die Welt zum Besseren – jeden Tag ein bisschen. Denn die Ideen unseres Vorbilds Adolph Kolping wirken noch heute! Ab sofort bis zum Kolping-Weltgebetstag am 27. Oktober 2022, dem 31. Jahrestag der Seligsprechung Adolph Kolpings, wollen wir der Welt in einer digitalen Kampagne zeigen, wie KOLPING das Leben von Menschen zum Guten verändert. Dafür posten Kolpingsfamilien Fotos oder Videos von ihren Aktivitäten – immer versehen mit dem Hashtag #KOLPINGwirkt. So können wir weltweit zeigen, wie bunt und nachhaltig die Arbeit unseres Verbandes ist.

Auf dieser Seite zeigen wir Beispiele für die Wirkkraft von Kolping aus einem der Länder mit Kolpingsfamilien. Bis zum Jubiläum der Seligsprechung haben wir dann eine bunte Zusammenschau des Wirkens von Kolping heute in der Welt.

Denn auch nach 170 Jahren gilt: #KOLPINGwirkt

#kolpingwirkt in Indonesien:

Die Insel Sumba ist eines der trockensten Gebiete Indonesiens. Sauberes Trinkwasser ist Mangelware. Dadurch kommt es gerade bei Kindern häufig zu Durchfallerkrankungen. KOLPING Indonesien hilft mit dem Bau von Brunnen. 2004 startete der Verband in Zusammenarbeit mit KOLPING INTERNATIONAL, MISEREOR und privaten Spendern das Wasserprogramm „Sumur Kolping”, was so viel heißt wie „KOLPING gräbt Brunnen“. Seitdem konnten bereits rund 1250 Brunnen auf Sumba errichtet werden, wovon mehr als 50.000 Menschen profitieren. Die begünstigten Familien packen beim Brunnenbau mit an – so wird das Gefühl der Eigenverantwortung gestärkt.

Die Witwe Bertha Horo ist stolz und dankbar, dass ihre Dorfgemeinschaft jetzt mit kostenlosem sauberen Wasser versorgt wird. Sogar kleine Gärten können sie damit bewirtschaften und Haustiere versorgen. Gerade in Pandemiezeiten ist dies eine wichtige Unterstützung, die KOLPING Indonesien für sie und viele andere Gemeinden geleistet hat.

#kolpingwirkt in Sambia:

Felix Kafula ist Katechet in der Pfarrei St. Margret in der Erzdiözese Kasama und Mitglied der dortigen Kolpingsfamilie. Er überzeugt die Menschen nicht nur durch die Verkündigung des Evangeliums, sondern auch durch seine Lebenshaltung und seine harte Arbeit.

Beeindruckend sind seine Felder, auf denen er Mais biologisch anbaut. Für gute Ernten mischt Felix Kafula Schweine- und Ziegenmist unter den Acker. Der Dung fördert das Wachstum des Maises und der Mais bringt so den doppelten bis dreifachen Ertrag. Kolpingbruder Felix Kafula sieht viele Vorteile bei der Verwendung von organischem Dünger: „Ich spare viel Geld. Dieser ökologische Landbau ist umweltfreundlich und ich bezeichne ihn als ‘Landwirtschaft auf Gottes Art‘“. Der Mais ist widerstandsfähiger gegen Trockenheit als diejenigen Pflanzen, die mit chemischen Düngemitteln angebaut werden. Der Bio- Mais hat ein höheres Gewicht, ist nahrhafter und viel gesünder für den Menschen.

#kolpingwirkt in den Niederlanden:

Seit dem Start der Aktion Brasilien 1968 engagiert sich die Kolpingsfamilie Nijmegen für die Partnerschaft mit Brasilien.

Die Mitglieder organisieren Flohmärkte, Benefiz-Essen, Kollekten in den Gottesdiensten. Höhepunkt der Aktivitäten ist der jährliche Weihnachtsmarkt: Hier finden die selbst gebastelten Adventsgestecke immer reißenden Absatz.

Im Laufe der Jahre ist so sehr viel Geld zusammengekommen, mit dem Selbsthilfeprojekte in Brasilien unterstützt wurden – etwa der Bau von Zisternen oder KOLPING-Ausbildungszentren. Momentan liegen durch die Corona-Pandemie viele Aktivitäten der Kolpingsfamilie Nijmegen brach. Doch die Mitglieder brennen darauf, wieder aktiv zu werden und KOLPING Brasilien weiter zu unterstützen.

#kolpingwirkt in Nigeria:

In Schulungen von KOLPING Nigeria hat Ohaeri Ijeoma Priscillia aus der Kolpingsfamilie Mater Dei gelernt, wie man erfolgreich Saatgut züchtet. Die Kleinbäuerin hat sich auf Cassava spezialisiert und konnte ihr Wissen dazu schon an viele Menschen weitergeben. Jetzt bewirtschaftet sie jedes Jahr mehrere Hektar Land.

Durch den Verkauf von veredelten Cassava-Stecklingen an die Bauern in ihrer Umgebung verdient sie gutes Geld. Zudem verarbeitet sie die Cassavaknollen zu Breigerichten, welche sie verkauft. So kann sie ihre Familie versorgen und ihren drei Kindern eine gute Ausbildung ermöglichen. „Dieses Geschäft hat das Leben meiner Familie und der Menschen um mich herum wirklich zum Besseren verändert“, sagt Priscillia. „Ich danke KOLPING, dass mir diese Chance auf ein besseres Leben ermöglicht wurde.“

#kolpingwirkt in Bolivien:

Für Judith Agrada Torrez aus Sucre war die Unterstützung von KOLPING lebensverändernd. Während der Pandemie war sie arbeitslos und verzweifelt. Die tatkräftige Bäckerin beschloss, sich zu Hause selbstständig zu machen, was ihr dank eines Kolping-Pasanaku-Kredits – einer Art revolviernder Fonds – Mitte 2020 auch gelang.

„KOLPING war meine Rettung. Mit dem Kredit konnte ich einen Ofen und andere Werkmaterialen kaufen”, sagt Judith. Ihre Brote sind immer schnell ausverkauft. Auch Gebäck und Kuchen für Veranstaltungen stellt Judith nun zu Hause her. Heute ist die Bäckerei ihr Haupteinkommen. „Ich danke Gott aufrichtig und ich danke KOLPING, weil ich in Zeiten der Krise, in diesen Zeiten der Pandemie, ein Geschäft habe, das mir Stabilität gibt”, so die Bolivianerin. „Heute brauche ich mir keine Sorgen mehr zu machen. Ich habe Essen auf dem Tisch, es fehlt mir an nichts und ich kann mein Haus unterhalten. Danke KOLPING!”

#kolpingwirkt in den USA:

Auch kleine Dinge bereiten große Freude –  zum Beispiel ein Überraschungsbesuch oder ein kleines Geschenk, das zeigt, dass man nicht vergessen wird. Die Kolpingsfamilien in den USA haben während der Corona-Zeit so versucht, ihren Mitgliedern ein Gemeinschaftsgefühl zu vermitteln. Zum Beispiel verteilte der Vorstand von KOLPING San Francisco ein KOLPING-Covid-Kit, das neben Desinfektionsmittel und Masken auch einen Getränkegutschein für die örtliche Kolping-Bar beinhaltete – für gesellige Treffen nach der Krise.

Ebenso große Freude lösten die selbstgebackenen Weihnachtsplätzchen eines Mitglieds aus, die gemeinschaftlich dekoriert, eingetütet und anschließend verteilt wurden. KOLPING USA initiierte zudem ein Stipendienprogramm für Mitglieder und deren Familien für High Schools, Colleges/ Universitäten und Berufsschulen. Dieses Programm soll nicht nur zur Weiterbildung ermutigen, indem es einen Teil der Ausbildungskosten übernimmt. Die jüngere Generation wird hier auch mit der Lebensgeschichte und den Werten von Adolph Kolping vertraut gemacht.

#kolpingwirkt in Vietnam

Joseph Nguyễn Văn Bá, Kolpingvorsitzender in der Diözese Vinh in Nordvietnam ist durch KOLPING von einem in sich gekehrten Mann zu einem engagierten Katholiken geworden, der sich aktiv in Kirche und Gesellschaft engagiert. Durch die Schulungen zur Katholischen Soziallehre hat er viele Impulse erhalten und durch die berufliche Weiterbildung konnte er das Einkommen für seine Familie erhöhen.

„Bevor ich mich bei Kolping engagierte, habe ich mich nicht viel um meine Familie und die Erziehung meiner Kinder gekümmert. Aber jetzt liebe ich meine Familie noch mehr und bin ein guter Vater und Ehemann geworden“, sagt er.

Er reist viel umher, um andere Familien zu beraten und zu bestärken. Dadurch haben viele, nicht nur die Gleichgesinnten, sondern auch viele Nicht-Katholiken, ihr Verhalten so verändert, dass sie mehr Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen. Die Kolpingsfamilie hat durch Bildung und Arbeit die Gesellschaft weiterentwickelt, so dass die wirtschaftliche Situation vieler verbessert und der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt wurde.

#kolpingwirkt in Kroatien

Auch während der Pandemie waren die kroatischen Kolpingmitglieder aus der Erzdiözese Zagreb und der Diözese Varaždin aktiv. So unterstützten sie z.B. Grundschulkinder beim Online-Unterricht. Durch den Verkauf von selbstgebastelten Kerzen und Laternen im Advent finanzierten die Kolping-Senioren ein Stipendium für einen blinden Schüler, eine Großfamilie und eine Sozialküche.

Sehr große Unterstützung gab es auch für Familien, die durch das Erdbeben im Winter betroffen waren.  Kolping sammelte Lebensmittel und Kleidung, um den besonders Notleidenden zu helfen. Einige Freiwillige planen auch im Sommer vor Ort weitere Hilfsaktionen.

Kenia kolping works

#kolpingwirkt in Kenia: Pflanzsäcke gegen Hunger

Für viele Kolpingsfamilien in Kenia ist es schwierig, frisches Gemüse zu bekommen. Sie leben in Dürregebieten und auf dem Markt gibt es nur wenig Obst- und Gemüse zu kaufen. Deshalb verteilt KOLPING Pflanzsäcke an Familien. So können sie ihr Gemüse selbst anbauen. Die Pflanzsäcke sind aus hochwertigem, UV-behandeltem Stoff, der bis zu sieben Jahre hält. In die Säcke füllen die Familien eine Mischung aus Dung und Erde und pflanzen die Setzlinge ein. Nach zwei bis drei Monaten kann dann geerntet werden. Das Projekt hat den Kolpingmitgliedern geholfen, gesunde Lebensmittel zu geringen Kosten zu produzieren. Durch den Verkauf der Überschüsse haben sie zudem ein zusätzliches Einkommen.

#kolpingwirkt in Ecuador

Besinnungstage zum Thema „kirchliche Soziallehre“ haben Kolping-Jugendgruppen aus Portoviejo dazu motiviert, sich um Migranten und ihre Probleme zu kümmern.

In der Nachbarschaft sammelten die jungen Kolpingmitglieder Lebensmittel und Kleidung, die sie an Flüchtlinge aus Venezuela verteilten. Diese Migrantengruppe leidet nicht nur sehr unter Armut, sondern auch unter Ausgrenzung. Durch ihr Engagement lernten die Jugendlichen aus Ecuador die Realität dieser Menschen näher kennen und gaben ihnen das Gefühl, willkommen zu sein. So setzt sich KOLPING Ecuador für Integration und eine solidarische Gesellschaft ein.

Lebensmittelhilfe für Bedürftige in Albanien

#kolpingwirkt in Albanien: Nahrungsmittelpakete für Bedürftige

Die Corona-Krise hat die ganze Welt hart getroffen, vor allem arme Familien. Lockdown und Ausgangssperren haben vielen ihre Einnahmen genommen, oft fehlt es selbst am Nötigsten. Im Rahmen eines Hilfsprojekts für die Ärmsten versuchte KOLPING Albanien mit Unterstützung von KOLPING INTERNATIONAL, dieses wirtschaftliche Problem etwas abzumildern: Bedürftige Menschen erhielten Nahrungsmittelpakete. Insgesamt konnte 350 Familien geholfen werden, die vor allem im nördlichen Teil Albaniens leben – der ärmsten Region des Landes. Dafür wurden 8 Tonnen Nahrungsmittel in 7 Pfarreien in den Diösezen Shkoder – Pult, Lezha und Sapa verteilt.

Philippinen #kolpingwirkt

#kolpingwirkt auf den Philippinen: Zusammenhalt und Engagement bewirken Veränderung

Auf den Philippinen ist die junge Kolpingsfamilie „Sagrada Familia“ ein erfolgreiches Beispiel für die Arbeit des Verbandes. Von ursprünglich 28 wuchs die Kolpingsfamilie auf 392 aktive Mitglieder, die in 9 Pfarrbezirke organisiert sind.  Durch ihre Art zu leben, ihren Gemeinschaftssinn und ihr Engagement sind die Kolpingmitglieder in den Gemeinden als kompetente Initiatoren für Veränderung bekannt. Gemeinsam haben sie einen Genossenschaftsmarkt aufgebaut, der durch Mikrokredite von KOLPING finanziert wurde. Er ermöglicht es kleineren Unternehmen der ländlichen Gegend, günstiger einzukaufen. Zudem eröffneten sie eine Bäckerei, die mittlerweile täglich mehr als 10.000 Brote backt. Diese Betriebe haben vielen Mitgliedern Arbeit verschafft – und der Kolpinggemeinschaft Brot. Gleichsam teilt die Kolpingsfamilie ihren Glauben beim gemeinsamen Gebet und lebt die Werte Kolpings. So ist die „Sagrada Familie“ zum Vorbild und Anstoß für kirchliche Basisgemeinschaften geworden.

#kolpingwirkt in El Salvador: Um Mitgliedern bei der Vermarktung selbst hergestellter Produkte zu helfen, beteiligt sich die Kolpingsfamilie Jucuaran in El Salvador an lokalen Märkten oder organisiert diese selbst.

Auf diese Weise können die Kolping-Bauern und -Kleinunternehmer ihre Produkte persönlich präsentieren und bewerben. Verkauf und Gewinne werden angekurbelt, die lokale Wirtschaft wird gestärkt. In den letzten Jahren hat KOLPING in der Weihnachtszeit und an Feiertagen zudem bereits mehrmals Kaffee- und Kakaofeste organisiert. Auch sie dienen dazu, Kleinunternehmern der Gegend eine zusätzliche Vermarktungsplattform zu bieten. Ausgestellt werden hier typische Lebensmittel des Landes, Getränke und Modeschmuck, Kleidung und Kunsthandwerk. Ebenso werden die Veranstaltungen genutzt, um Setzlinge von Kaffee, Kakao oder anderen Pflanzen zu verteilen, damit die Menschen diese einpflanzen und so gleichzeitig einen Beitrag zur Wiederaufforstung leisten können.

Kolping in Benin: „Ich heiße Noëllie SEVEDE, bin verheiratet und Mutter von fünf Kindern. Ich bin hauptsächlich tätig in der Vermarktung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen wie Mais, Soja und Reis. Manchmal verkaufe ich auch hier vor Ort hergestellte Besen. Ich bin Mitglied und Vorsitzende der Kolpingsfamilie von Za-Doutin (Diözese Abomey).

Vor einem Jahr hat der Kolpingverband in unserem Ort ein Alphabetisierungszentrum eingerichtet. Wir haben den Kurs ein halbes Jahr lang besucht und sind anschließend bewertet worden. Und ich muss zugeben, dass mir die Alphabetisierungskurse wirklich sehr gut getan haben. Bislang hatte ich die Einnahmen aus meinen Aktivitäten nicht gut verwaltet: Das Geld aus allen meinen Verkäufen habe ich zusammengelegt, ohne es nach verschiedenen Warenarten aufzuteilen. Oder ich habe, wenn ich vom Markt zurückkam, an den Fingern abgezählt, was ich verdient hatte, um Bilanz zu ziehen. Meistens habe ich mich bei diesen Berechnungen total vertan. Auch war es für mich schwierig, mir all die Leute zu merken, die auf Kredit bezahlt haben sowie den Betrag, den der Kunde mir schuldete.

Seit ich die Alphabetisierungskurse besuche, notiere ich alle Kreditverkäufe in einem Heft: den Betrag und den Namen der Person. Außerdem mache ich, wenn ich alle meine Waren verkauft habe, eine Bestandsaufnahme der Ausgaben und Einnahmen und ziehe dann den Saldo ab, damit ich weiß, ob ich Gewinn oder Verlust gemacht habe.”

Kolping wirkt

Beitrag von David Efraín, Villarrica, Paraguay

Mein Name ist David Efraín, und ich bin seit fünfeinhalb Jahren Mitglied der Kolpingjugend “San Blás” in der Stadt Villarrica.

Die Idee zur Reinigung des Gemeindebaches kam uns nach einem starken Regenfall in unserer Stadt. Es regnete so viel, dass der Bach volllief und sogar über die Ufer trat. Traurigerweise geschah dies als Folge der immensen Müllberge, die den Wasserweg verstopften. In unseren sonntäglichen Treffen haben wir über diese Situation nachgedacht, die in der Gemeinde viel Schaden angerichtet hat. Gemeinsam beschlossen wir, uns zu organisieren und andere Menschen außerhalb des Verbandes einzuladen, um den Bach zu säubern und an bestimmten Stellen in der Gemeinde Mülleimer aufzustellen, damit die Menschen ihren Müll nicht mehr auf den Boden werfen.

Eine ganze Reihe von Menschen hat sich dieser Initiative angeschlossen. Wir haben einen Termin für unseren Arbeitseinsatz festgelegt, und einige Personen haben ihre Traktoren und LKWs zur Verfügung gestellt. Wir haben 70 Tonnen Müll entsorgt.

Bis heute arbeiten wir bei der Säuberung der Gemeinde mit. Die Bewusstseinsarbeit sollte eine ständige Aufgabe sein, da die Menschen im Allgemeinen mehr Interesse an der Sauberkeit in der Gemeinde zeigen sollten.

#kolpingwirkt

#kolpingwirkt in Österreich

Integration in der Praxis: Gartenprojekt im Kolpinghaus Wien-Meidling

Eine herrliche Dachterrasse gehört zu den Vorzügen des vor drei Jahren wieder eröffneten Kolpinghauses Wien-Meidling, in dem StudentInnen ebenso wie Familien mit Fluchterfahrungen ein „Zuhause auf Zeit“ finden. Um die Begegnung dieser beiden Gruppen zu fördern, initiierte die Kolpingjugend ein Gartenprojekt unter dem Titel „Junges Gemüse“. Gemeinsam mit den BewohnerInnen des Hauses und VertreterInnen der Kolpingsfamilie Meidling wurde Gemüse und Obst in Hochbeeten und in Töpfen angepflanzt; die Kinder hatten die Möglichkeit, die Töpfe bunt zu bemalen und wurden dabei von den Mitgliedern der Kolpingjugend unterstützt. Für kühle Getränke und Snacks war ebenfalls gesorgt.

Durch das Projekt wurde die Dachterrasse als Ort der Begegnung aufgewertet, der zum Verweilen, Entspannen und zum Austausch untereinander anregt. Die Ernte von den Beeten des Dachgartens wird in den Gemeinschaftsküchen des Kolpinghauses verarbeitet und trägt zu einer gesunden Ernährung der BewohnerInnen bei – dies auch im Sinne des dritten der 17 „Nachhaltigen Entwicklungsziele“ (SDGs) der UNO, die seit 2016 im Fokus der Verbandsarbeit von Kolping Österreich stehen: „Ein gesundes Leben für Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern.“ Durch das Projekt „Junges Gemüse“ ist es gelungen, nach Maßgabe der SDGs die Themen Ernährung, Natur und Nachhaltigkeit in praktischer Weise aufzugreifen und gemeinsam die Früchte dieser Beschäftigung zu genießen.

Kolpingworks Tansania

#kolpingwirkt in Tansania

Wie Ideen von Adolph Kolping das Leben der Menschen in Tansania verändern

Das Kolpingwerk Tansania unter der Leitung von Monsignore David Kamugisha hat derzeit mehr als 13.000 registrierte Mitglieder in 315 örtlichen Kolpingsfamilien in 20 von 36 Diözesen des Landes. Seit seinen Anfängen hat Kolping das Leben vieler Menschen in geistlicher, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht berührt und verändert.

Eines der herausragendsten Projekte ist die Unterstützung bedürftiger Haushalte in einigen regenarmen ländlichen Gebieten Tansanias bei der Versorgung mit sauberem und sicherem Wasser durch den Bau von 10.000 Litern Regenwassertanks .

Diese Tanks haben den Menschen sehr geholfen, das Problem der Wasserknappheit einzudämmen, das Haushaltseinkommen zu erhöhen und die Häufigkeit von durch Wasser übertragenen Krankheiten wie Typhus, Ruhr, Bilharziose, Wurmerkrankungen und Durchfall zu reduzieren. Außerdem haben die Frauen mehr Zeit für andere wirtschaftliche Aktivitäten und die schulpflichtigen Kinder sind von der mühsamen Aufgabe des täglichen Wasserholens befreit.

In den meisten ländlichen Gebieten gibt es keine staatlichen Netze für die öffentliche Wasserversorgung; daher müssen die Menschen lange Strecken zwischen 5 und 10 Kilometern zu natürlichen Quellen oder lokal angelegten Bohrbrunnen zurücklegen, um Wasser für den häuslichen Bedarf zu holen. In den meisten Gemeinden Tansanias ist diese anstrengende Aufgabe des Wasserholens normalerweise den Frauen und Kindern vorbehalten. Das beeinträchtigt die schulischen Leistungen der schulpflichtigen Kinder, die nach dem Unterricht wenig Zeit zum Ausruhen und Lernen haben, da sie Wasser für den Haushalt holen müssen. Meist stehen sie früh auf, holen Wasser und gehen dann zur Schule. Die negativen Auswirkungen davon sind unter anderem ein signifikanter Beitrag zu erhöhter Armut der Menschen in ländlichen Gebieten, da viel Zeit, die für wirtschaftliche Aktivitäten genutzt werden könnte, mit dem Wasserholen für den häuslichen Gebrauch verbracht wird. In Trockenzeiten trocknen fast 50% der Wasserquellen (Quellen und Brunnen) aus. Derzeit wird die Situation durch den Klimawandel noch verschärft, der dazu beigetragen hat, dass die Trockenzeit länger ist als normal.

Dies berichtet auch Happiness Gideon aus Wembere in der Region Singida, die zu den begünstigten Nachbarn gehört. Sie berichtet: „Vor dieser Hilfe mussten wir mehr als 6 Kilometer zurücklegen, um Wasser für unseren eigenen Gebrauch und für unser Kleinvieh wie Hühner, Enten, Ziegen und Esel zu finden. Aber nachdem Kolping uns geholfen hat, den Wassertank am Haus meines Nachbarn zu bauen, der durch Regenfälle ziemlich gefüllt ist, haben wir Zugang zu sauberem Wasser und müssen null Kilometer gehen. Krankheiten, die durch Wasser übertragen werden, sind deutlich zurückgegangen, unser Vieh ist gesund; und in dieser Honigernte-Saison konnten wir sogar die Honigernte aus unserem Imkerprojekt um 50 % steigern. Die Bienenexperten sagten uns, dass das daran liegt, dass die Bienen nicht mehr so lange Strecken auf der Suche nach Wasser zurücklegen müssen.“

Kolping wirkt Chile

Hühnerhaltung im Familienbetrieb (Talca-Chile)

Sandra Manríquez aus der Diözese Talca in Chile konnte mithilfe von KOLPING eine kleine Geflügelfarm aufbauen. Sie schaffte sich 30 Hühner an und begann, deren Eier zu vermarkten. Das nötige Know-how hierfür lernte sie bei KOLPING – ebenso alles Wissenswerte für eine artgerechte Haltung der Tiere. Sandra produziert umweltbewusst, nicht industriell, im natürlichen Einklang mit dem Land und den Menschen, die dort leben und arbeiten. Heute besitzt sie 150 Hühner, die gesund sind und gute Eier legen. Ihr Verkauf trägt zum Lebensunterhalt der Familie bei. „Meine Kolpingsfamilie kennt meine Arbeit“, sagt Sandra. „Die Mitglieder helfen mir, meine Eier zu vermarkten. Seit ich in der Kolpingsfamilie bin, ist diese für mich eine echte Schule des Lebens, in der wir alle durch verschiedene Aktivitäten im persönlichen, familiären und gemeinschaftlichen Bereich wachsen konnten.“ #kolpingwirkt

#kolpingwirkt Polen

#Kolpingwirkt – Polen: „Die christlichen Werte und der Gemeinschaftsgeist faszinieren mich!”

Grażyna Rzepka-Płachta aus Polen erzählt: „Als ich vor etwa fünfzehn Jahren von KOLPING hörte, befand ich mich in einer schwierigen Situation. Ich hatte keine Arbeit. Deshalb war es damals sehr wichtig für mich, dass ich bei KOLPING neue Qualifikationen für den Arbeitsmarkt erhielt. In meiner Kolpingsfamilie war ich fasziniert von der familiären Atmosphäre und gegenseitigen Hilfe. Bald begann auch ich, mich in sozialen Projekten und für Obdachlose zu engagieren. Die christlichen Werte und der Gemeinschaftsgeist des Kolpingwerkes haben mich fasziniert. So habe ich mich voll und ganz in den Aufbau des polnischen Kolpingwerkes eingebracht. Wichtig waren mir auch die Auslandsreisen mit KOLPING, die es mir ermöglichten, mich für andere Gemeinschaften und Kulturen zu öffnen. Ich beteiligte mich an Hilfsaktionen, beispielsweise für Solaranlagen in Uganda, oder für den Vertrieb des Tatico-Kaffees aus Honduras. Nach all diesen Jahren bei KOLPING ist meine Faszination für die Person Adolph Kolping und die Bewunderung für die Arbeit des Kolpingwerkes ungebrochen: KOLPING hat mir vor 15 Jahren geholfen – und jetzt, in diesen schwierigen Zeiten, fühle ich mich auch nicht allein.” #kolpingwirkt

#kolpingworks indien

#Kolpingwirkt – Indien: „Eine Toilette im Haus ist unser Grundrecht!”

„Kolping ist für mich nicht nur ein Verband von Mitgliedern, die zum gemeinsamen Wohl zusammenkommen, sondern Kolping ist für mich eine Lebensform. Die Werte, für die wir bei Kolping einstehen, motivieren mich, mich mit anderen für einen besseren Lebensstandard und ein sinnvolles Leben einzusetzen,“ sagt Kolpingschwester Bai.

Toiletten im eigenen Haus sind nicht nur ein Gebäude, sondern ein Symbol, das für Privatsphäre und Menschenwürde steht. Angemessene sanitäre Einrichtungen sind neben Nahrung, Kleidung und einem Dach über dem Kopf eine der Grundbedürfnisse des Menschen. Leider hat Indien die größte Anzahl von Menschen, die im Freien ihre Notdurft verrichten müssen. Frauen sind direkte Opfer dieser Situation. Das Fehlen von Toiletten im Haus setzt Frauen großen Gesundheitsrisiken und sexueller Gewalt aus.

Kolping Indien reagierte auf die Notwendigkeit von Toiletten und sicheren sanitären Einrichtungen und initiierte 2014 das „Sanitation Assistance Project“ (Projekt zur Hilfe beim Bau sanitärer Anlagen) in Übereinstimmung mit den nationalen Entwicklungszielen und des Programmes “Clean India Mission“ der indischen Regierung, um dem Verrichten der Notdurft in der Öffentlichkeit ein Ende zu setzen.

Kolping Indien ermöglichte mit Kampagnen, gezielten Schulungen und Finanzierungen 3.271 Familien den Bau von Haushaltstoiletten.  Eine dieser Frauen war Frau Bai aus der Kolpingsfamilie Sacred Heart in Kuzhithurai. Konsequent setzte sie sich mit ihrem Ehemann für eine Toilette ein. Ihre Zielstrebigkeit ermöglichte mit Unterstützung von Kolping Indien den Bau einer Toilette und sicherte so ihr und ihren Töchtern einen würdigen Lebensstil.

Der Traum von einer Toilette im Haus wurde Wirklichkeit und bestärkte ihre Entschiedenheit für Frauenrechte zu kämpfen. Kolping Indien inspiriert und motiviert die Menschen auf dem Weg zu einem menschenwürdigen Leben.

Kolping Myanmar 15 Jahre

#Kolpingwirkt: Ruanda

Bevor die ruandischen Bauern bei #KOLPING aktiv mitgearbeitet haben, betrieben sie ihre Landwirtschaft und Viehzucht auf traditionelle Weise. Sie säten ohne Konzept, verwendeten keinen organischen Dünger, bereiteten ihre Felder nicht richtig vor. Ihre Tiere fraßen frei im Gelände, wodurch kein Kuhdung für die Anreicherung von Misthaufen gewonnen werden konnte. So war der Ertrag gering, die Bauern litten oft Hunger.

Seit KOLPING sie in Ackerbau und Viehzucht ausbildet, hat sich ihre Landwirtschaft von der althergebrachten zu einer moderneren Methodik verbessert. Die Tiere werden nun in Ställen gefüttert und gut behandelt. Durch diesen Fortschritt sind die Feldfrüchte grün und kräftig – und der Ertrag dreimal so hoch. Deshalb produzieren die Bauern nun nicht mehr nur für den eigenen Verzehr, sondern auch für den Marktverkauf.

kolping wirkt malawi

Mit Kompost gegen Hunger: Bauern lernen bei KOLPING Malawi verbesserten Ackerbau und ernten doppelt und dreifach

Die Hauptnahrungsmittel- und Einkommensquelle für die Menschen in Malawi ist die Landwirtschaft. Ein Großteil der Bevölkerung hat aber Jahr für Jahr nicht genügend zu essen. Grund dafür ist oft eine schlechte landwirtschaftliche Bewirtschaftung, die niedrige Ernteerträge zur Folge hat. Dabei ist die Selbstversorgung durch Landwirtschaft absolut lebenswichtig – chemische Düngemittel sind für viele Kleinbauern jedoch zu teuer. Kolping Malawi erkannte den Bedarf einer alternativen kostengünstigen Technologie zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit und begann damit, seine Mitglieder in der Herstellung von Kompostdünger zu schulen.

Kolping International hat sich für das wirtschaftliche Empowerment eingesetzt, indem es Viehwirtschaft, Dorfersparnisse und Kredite durch Capacity Building gefördert hat, sodass Mitglieder mit niedrigem Einkommen wirtschaftlich unabhängig werden.

Das Wasserprogramm von KOLPING Brasilien sichert das Überleben der Familien im Nordosten des Landes

Das Wasserprogramm wird in der semiariden Region des brasilianischen Nordostens, insbesondere in den Bundesstaaten Bahia, Ceará, Pernambuco und Piauí, von den dort lebenden Kolpingsfamilien umgesetzt.

Die einzelnen Aktionen innerhalb dieses Programms schaffen signifikante Verbesserungen in den Lebensbedingungen der betroffenen Familien sowie der kleinen ländlichen Agrarproduzenten in dieser Region insbesondere durch Maßnahmen in den Bereichen Wassersicherheit und Wassermanagement, Schulung über die Bewirtschaftung der Wasserressourcen, gewissenhafte und effiziente Nutzung des Wassers für Grundbedürfnisse, Ernährung, Familienlandwirtschaft und Tierhaltung.

Das Programm umfasst Maßnahmen zum Bau von Wasserzisternen und Brunnen, Bildungs- und einkommensschaffende Aktivitäten, die ein harmonisches Zusammenleben mit der Umwelt fördern.

Auf dem Foto sehen Sie das Ehepaar José Edivaldo de Queiroz und Eleni Muniz de Souza Queiroz zusammen mit ihrem Sohn Enzo Gabriel de Souza Queiroz, die in der Region Flores (Bundesstaat Pernambuco) leben, am Wasserprogramm teilgenommen hatten und denen eine Wasserzisterne zur Verfügung gestellt wurde.

Das Projekt führt zu einer grundlegenden Verbesserung der Lebensbedingungen der Familien und der kleinen ländlichen Produzenten.

#KOLPINGwirkt – seit 170 Jahren in Deutschland

Ein starker Verband mit lebendigen Gemeinschaften vor Ort, mit mehr als 225.000 Mitgliedern in 2.300 Kolpingsfamilien, davon 35.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Bereich der Kolpingjugend.

In einer Videobotschaft weist die Bundesvorsitzende Ursula Groden-Kranich MdB auf das heutige Wirken des Verbandes sowie seinen bundesweiten Einrichtungen und Unternehmen hin und bittet zugleich um Unterstützung der weltweiten Online-Petition „Kolping ist mir heilig!“:

https://www.youtube.com/watch?v=5565_W4dTAk