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Friedenswanderung und Kontinentalversammlung


Europa hat im Mai ein neues Parlament gewählt und auch bei KOLPING in Europa standen wichtige Termine an. In Vianden (Luxemburg) fand die 52. Auflage der Internationalen Kolping-Friedenswanderung statt. Wie dringlich und wie wenig selbstverständlich Frieden in Europa heute ist wurde vielen der Wandernden wieder einmal schmerzlich bewusst.

Der Blick auf die drohenden Wahlerfolge von rechten Populisten, die die politische Kooperation auf dem Kontinent auf das gerade noch notwendige Maß zurückführen wollen, war vielen ein Ansporn, einmal mehr Flagge für ein friedliches Europa zu zeigen. Gemeinsam wanderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Generalpräses von KOLPING INTERNATIONAL, Msgr. Ottmar Dillenburg, und beteten für ein wachsames Europa.

Zur Wachsamkeit wurde auch bei der Kontinentalversammlung in Rom gemahnt. Prof. Riccardo Pozzi, Repräsentant und Berater des amtierenden Vorsitzenden bei der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa), erinnerte in seinem Referat an die Unterzeichnung der „Römischen Verträge“ 1957 in Rom.

Zugleich begrüßte Professor Pozzi die Erklärung von KOLPING Europa: „Wir brauchen ein handlungsfähiges und starkes Europa!”. Darin werde betont, dass es Menschen mit Werten und Ehrgeiz, Hoffnung und politischem Willen brauche. Hier würden die Prinzipien der Katholischen Soziallehre – Personalität, Subsidiarität und Solidarität – für eine nachhaltige und dem Gemeinwohl verpflichtende europäische Politik Orientierung geben. Am Sonntag endete die Tagung mit dem gemeinsamen Besuch des Angelus Gebets auf dem Petersplatz, bei dem Papst Franziskus die Delegierten der Kontinentalversammlung herzlich grüßte.