Die Corona-Krise weltweit

Corona-Hilfe: So unterstützt KOLPING die Menschen. Weltweit.

Auf dieser Seite berichten wir über die Situation in den Partnerländern. Womit haben die Menschen zu kämpfen und wie verändert sich ihr Leben? Wie hilft KOLPING? Hier ein Überblick: 

+++ 5. Juni: Dominikanische Republik – KOLPING koordiniert Hilfslieferungen und Ausbildungskurse: Seit dem 1. Juni arbeitet KOLPING in der Dominikanischen Republik wieder in voller Besetzung und koordiniert die Corona-Hilfe: „Gemeinsam mit dem Nationalvorstand, der Stiftung und einem Team von Freiwilligen arbeiten wir intensiv daran, mit der Verteilung von Lebensmittelrationen an die Kolpingmitglieder zu beginnen, um die von KOLPING INTERNATIONAL und dem Bistum Paderborn erhaltene solidarische Hilfe für Covid-19 weiterzuleiten. Wir sind gerade dabei, Lebensmittel zu kaufen und zu verpacken. Die erste Lieferung wird am kommenden Wochenende in der Gegend von Puerto Plata erfolgen“, schreibt die Leiterin Yudy Garcia. Die Lebensmittel werden in recycelten Säcken verteilt, die wiederverwendet werden können. Zusätzlich beginne ab nächster Woche drei virtuelle Ausbildungskurse in Buchhaltung, Lebensmittelverarbeitung und –konservierung.

+++ 2. Juni: Myanmar: Mitglieder des Nationalvorstandes Myanmar verteilen Lebensmittel an Mitglieder der Kolpingsfamilie Faustina im Erzbistum Taunggyi. Am 10. Mai hatten ein Sturm und heftige Regenfälle elf Häuser von Mitgliedern der Kolpingsfamilie zerstört.
Weiterhin suchen Freiwillige alle Kolpingsfamilien im Land auf, um die Spenden zu verteilen und über die Ansteckung von Covid 19 zu informieren. In einer zweiten Phase sollen dann die Mitglieder, die Bauern sind und in Corona-Zeiten ihre Ernte nicht verkaufen können, zinsfreie Kleinkredite erhalten. Das ist wichtig, damit sie ihre Felder rechtzeitig bestellen können. Denn durch den Verlust ihres Einkommens auf den lokalen Märkten besitzen sie kein Geld für neues Saatgut. Fotos

+++ 1. Juni: Bolivien – Backen in Coronazeiten: KOLPING Bolivien hat ein Rezeptbuch herausgegeben, in dem einfache und schmackhafte Backrezepte stehen, die sich mit wenigen Grundzutaten zubereiten lassen. Genau richtig für die Quarantänezeit. Das Backbuch als PDF zum Download.

+++ 28. Mai: Rumänien – Gute-Nacht-Geschichten für Kinder als Podcast: Inspirierend sind die Nachrichtenaus dem KOLPING Regionalverband Moldova: Nach der erfolgreichen Idee, Gute-Nacht-Geschichten über Facebook zu erzählen, werden weitere Podcasts aufgelegt, um mit den Menschen in und um Oituz auch in der Coronazeit verbunden zu sein. In „Interviews zur Kaffeezeit” stehen Menschen aus Oituz und ihre Geschichten im Mittelpunkt. „Die Welt des Grünlings” ist eine Sendung von Kindern für Kinder. Zu finden sind die Kurzsendungen zum Ansehen und –hören auf der Facebook-Seite Kolping Oituz Podcasts. „Wir hoffen, dass diese Projektidee gut ankommen wird und eine alternative Form der „Annäherung” mit den Kindern und Erwachsenen in und um die Gemeinde Oituz herum darstellen kann“, sagt  Corneliu Bulai vom Regionalverband.

+++ 27. Mai: Rumänien – interaktive Wallfahrten: Wie KOLPING in Rumänien das Pfingstfest feiert, mit welchen Problemen der Verband wegen Corona zu kämpfen hat – und wie kreativ er sie löst. Zum Bericht

+++ 26. Mai: Tansania – Kolpingshop versorgt Bevölkerung mit Desinfektionsmitteln: Die Kolpingsfamilie Singida betreibt einen eigenen Shop und verkauft Seife und Hygienespray an die Bevölkerung zum Schutz vor dem Coronavirus.

+++ 24. Mai: Myanmar – Hilfe für Menschen in Quarantäne: Am  Samstag haben Mitglieder der Kolpingsfamilie Taunggoke im Rakhine State innerhalb ihrer Gruppe Geld und Nahrungsmittel gesammelt. Die Spenden wurden an Personen mit Corona-Verdachtssymptomen verteilt, die sich in Quarantäne befinden. Mit dieser Aktion kommt die Kolpingsfamilie Taunggoke einem landesweiten Aufruf von Kolping Myanmar nach, während der Coronavirus-Pamdemie vor Ort tatkräftig Hilfe zu leisten.

+++ 22. Mai: Argentinien – Weiterbildung online: Wegen des Versammlungsverbots bietet der Verband Online-Kurse an in den Bereichen Informatik, Folklore-Tanz, gesunde Küche und in vielen weiteren Sparten. Die Kurse haben bereits einige TeilnehmerInnen und die ersten beginnen heute. In diesem Video gibt es eine Anleitung zum Nähen von Mundschutz-Masken https://youtu.be/vUAo7kRRXFg, hier wird eine Pizza gebacken https://youtu.be/9LPo_VOboi0.

+++ 20. Mai: Tansania – Aufklärungskampagne und Regen in Sicht: „Mein Name ist Richard Assey von Kolping Tansania, Region Singida. Ich bin Koordinator für die Zentralzone. Hier versuchen wir, den Kolpingmitgliedern beizubringen, wie man Handdesinfektionsmittel für Kolpingmitglieder selbst herstellt, aber auch, es zu einem erschwinglichen Preis für jedermann zu verkaufen. Wir versuchen, in mehr als fünf Distrikten in unserer Region vorbeizukommen, um den Leuten Vorsichtsmaßnahmen zu zeigen, wie z.B. Händewaschen mit fließendem Wasser und Seife, Abstand halten und Masken (Barakoa) tragen. Wir haben festgestellt, dass viele Menschen keine Seife haben, also versuchen wir ihnen auch zu zeigen, wie man Seife macht. Es gibt hier starke Regenfälle, ich glaube, dass es deswegen in den nächsten Tagen Probleme mit Nahrungsmitteln geben wird. Daher haben wir angefangen, Kassava einzubringen und den Leuten gezeigt, wie man Feldfrüchte anpflanzt, die wenig Zeit brauchen, wie Catoffe (Kartoffel).”

+++ 18. Mai: Myanmar: Die „Home Awareness Campaign“ ist nach den Video-Schulungen der Trainer angelaufen. Die ersten 120 Mitglieder in den Diözesen Loikaw (Kayah State), Pekhon und Taunggyi (Shan State) sowie in der Diözese Pyay (Bago Division) wurden von dem Aufklärungsteam aufgesucht und haben die Verhaltens- und Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus erhalten. Das Ziel der Aktion ist, alle knapp 750 Mitglieder in den 50 Kolpingsfamilien zu informieren. Zur Bildergalerie

+++ 16. Mai: Burundi: So werden die Kinder in Burundi angleitet, Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen einzuhalten. Ein animierter Erklärfilm speziell für Kinder.

+++ 14. Mai: Uganda – Erste Hilfe für die Bauern: In Uganda wird der Lockdown schrittweise gelockert. Auch der Nationalverband hat seine Arbeit teilweise wieder im Büro aufgenommen unter Wahrung der Sicherheitsvorschriften. Sobald es die staatlichen Regelungen erlauben, wird eine der ersten Maßnahmen die Unterstützung der Familien sein, die durch die Heuschreckenplage ihre Ernte verloren haben. Dank der großen Hilfsbereitschaft der Spenderinnen und Spender kann demnächst Saatgut verteilt werden, damit die Bauern bald wieder ernten können und nicht hungern müssen.

+++ 13. Mai: Indonesien – Lockdown: Aus Indonesien erreicht uns die Nachricht, dass die Anzahl der an Covid 19-Erkrankten rasant ansteigt. „Die Lage ist wirklich beängstigend. Die Menschen sind gezwungen, zu Hause zu bleiben, aber sie müssten eigentlich arbeiten, um zu überleben,“ schreibt Paulce Parera vom KOLPING-Nationalverband in Weetebula. Auch die Schulen sind noch bis mindestens Anfang Juni geschlossen.

+++ 11. Mai: Bolivien – Erste Hilfsgelder eingetroffen: „Vielen Dank für die schnelle Weiterleitung”, freut sich Carlos Mattos, Geschäftsführer von KOLPING Bolivien. „Heute konnten wir endlich wieder ins Büro gehen, nachdem die Quarantäne zwei Mal verlängert wurde“, berichtet Carlos Mattos. Allerdings gibt es vorerst nur eine vorsichtige Lockerung der Ausgangssperre. Die Regierung hat drei Risikostufen definiert, die jede Kommune wöchentlich prüft und vor Ort an die Gegebenheiten anpasst. Noch bleiben die Schulen und Ausbildungskurse geschlossen, der Unterricht findet weiterhin online statt, auch bei KOLPING. Nach den Winterferien kann der Unterricht möglicherweise wieder aufgenommen werden, allerdings mit Auflagen, die gerade bei KOLPING erarbeitet werden. „Wir warten auf die Genehmigung im Juli“, so Carlos Mattos. Der Kontakt zu den Kolpingmitgliedern findet digital statt und wird gut angenommen.

+++ 8. Mai: KOLPING Myanmar verteilt erste Schutzpakete – In der Region Taunggyi wurden die ersten Hygieneschutzpakete verteilt. Mitarbeiter und Freiwillige gingen von Tür zu Tür und verteilten die Gaben. „Die Leute waren sehr glücklich über das Schutzmaterial und auch über den Besuch, denn viele fühlen sich einsam und sind unglücklich. Der Besuch von KOLPING tat ihnen gut. Sie sind stolz, Mitglied im Kolpingwerk Myanmar zu sein“, berichtet die Nationalsekretärin LeiLei Win. „Ich soll ganz herzlichen Dank ausrichten!“

+++ März – April +++

Lateinamerika

Brasilien: Das öffentliche Leben ist auch in Brasilien weitgehend zum Erliegen gekommen. Kolpingprogramme und Projekte ruhen ebenfalls, die Zusammenkünfte der Kolpingsfamilien fallen zurzeit aus, da alle zu Hause bleiben müssen. Viele Kolpingmitglieder, die ohne Arbeitsvertrag als Hausangestellte oder Handwerker arbeiten, sind von jetzt auf gleich arbeitslos und müssen ohne staatliche Unterstützung auskommen. Ihre Familien wissen nicht, wie sie überleben sollen. Die Bevölkerung im Bundesstaat Tocantins ist zudem noch durch Hochwasser gefährdet – Flüsse traten über die Ufer und viele Menschen wurden obdachlos. KOLPING fährt mit Booten zu den Familien und unterstützt sie mit Lebensmittel. Fotos der Hilfslieferung 

Bolivien: Kolping hilft in seinen Gesundheitszentren den Menschen, die sich keinen Arzt leisten können. Gebraucht werden im Moment dringend u.a. Infusionspumpen, Beatmungsgeräte und Monitore. Es gibt eine Ausgangssperre – aber natürlich wird das Klinikpersonal des Kolping-Krankenhauses in La Paz durchgelassen, wie man hier sehen kann: https://youtu.be/eLI2-1H7uOQ. Hier ein Kurzvideo aus der Klinik: Soy Kolpinista! Fotogalerie

Chile: Seit Anfang März ruhen die Aktivitäten im Verband. In einer großen Solidaritätsaktion nähen im ganzen Land Kolpingsfamilien Mundschutz-Masken, um der Bevölkerung zu helfen. Sie verteilen sie in Seniorenzentren, aber auch an Sammelstellen, wo Tagelöhner ihre Arbeitskraft anbieten.  Fotogalerie
Außerdem unterstützt der Verband seine Mitglieder mit Lebensmitten, da viele Mitglieder momentan kein Einkommen haben.

Costa Rica: Die Bevölkerung ist seit Wochen aufgerufen, weitgehend zu Hause zu bleiben. Viele arbeiten im Homeoffice. Das Kolpingbüro ist besetzt, die Mitarbeiter halten per WhatsApp Kontakt zu den Kolpingsfamilien. Der Verband bemüht sich Lösungen zu finden für diejenigen Mitglieder, die ihren Kleinkredit nicht zurückzahlen können aufgrund der wirtschaftlichen Lage durch die Corona-Krise. “Wir fördern Sicherheits- und Solidaritätsmaßnahmen und motivieren die Leute dazu, Produkte und Dienstleistungen des lokalen Markts zu bevorzugen – insbesondere solche, die von Kolpingmitgliedern angeboten werden. So versuchen wir die wirtschaftlichen Auswirkungen zu minimieren. Denn viele Familien leben von dem, was sie täglich produzieren”, schreibt KOLPING-Koordinatorin Katia Fernández Mena. Der Verband unterstützt seine Mitglieder in Fragen rund um die Pandemie und hilft den Familien, Hilfe vom Staat oder der Gemeinde zu beantragen. Dies gestaltet sich aber als schwierig, da die Sozialhilfe nicht flächendeckend verteilt wird und viele Menschen durch das Raster fallen.

Dominikanische Republik: Die Ausgangssperre ist wegen der Ostertage noch verschärft und verlängert worden. Nur die Supermärkte und Apotheken haben geöffnet. Das Kolping-Team arbeitet von zu Hause aus. Die beiden weltwärts-Freiwilligen aus Deutschland mussten in ihre Heimat zurückkehren.

Ecuador: Die Ausgangssperre hindert die Kolpingmitglieder daran, Geld zu verdienen. Viele Familien sind nun mittellos und haben kaum Geld, Rechnungen zu bezahlen oder Geld für Nahrungsmittel aufzubringen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Preise für Lebensmittel gestiegen sind. Es gibt auch Mitglieder, die sich mit dem Virus angesteckt haben, aber bislang sind noch keine schweren Erkrankungen bekannt. Die Situation im Land wird noch verschärft, da die Regierung keine Gelder für das Gesundheitsministerium bereitstellt. Mehr Informationen aus Ecuador

Honduras: Viele Kolpingmitglieder sind Bauern und haben durch den Klimawandel eine geringe Ernte. Jetzt verschärft sich die Lage, da sie Tagelöhner ohne Einkommen sind. Sie haben kein Geld, Nahrungsmittel zu kaufen und zudem werden die Läden in den Dörfern nicht mehr beliefert. Dank der ersten Spendengelder, die KOLPING Honduras erhalten hat, konnte der Verband Lebensmittel wie Bohnen oder Mais an die Kolpingsfamilien verteilen.
Die Bauern in den Bergen verkaufen günstig Getreide, und auch in der Stadt hat KOLPING Lieferanten gefunden, die Lebensmittel zum Selbstkostenpreis weitergeben. Die Armee hilft bei KOLPING bei der Be- und Entladung und sichert auch die Wege, damit es zu keinen Überfällen kommt. KOLPING beschafft auch Masken und Desinfektionsmittel für die Bevölkerung und hilft einem Regionalkrankenhaus bei der Beschaffung von Schutzanzügen, die dort Mangelware sind.  Zur BildergalerieZum Radiointerview über die angelaufenen Hilfsmaßnahmen

Kolumbien: Der Schulunterricht im Colegio Técnico Adolfo Kolping in Mariquita erfolgt jetzt auf Grund der nationalen Ausgangssperre online.

Mexiko: Das Kolping-Bildungszentrum in Mexiko-Stadt musste schließen. Die Lage ist angespannt.

In Uruguay versucht der Verband, auf virtuellem Weg Kontakt zu seinen Mitgliedern zu halten. Die Regierung hat Kolping Uruguay gebeten, im Notfall das Kolpinghaus als Auffangstation für ältere Wohnungslose zur Verfügung zu stellen.

Afrika

Burundi: Burundi hatte frühzeitig nach dem Ausbruch des Coronavirus seine Grenzen geschlossen. Bislang gibt es offiziell nur wenig Erkrankte im Land und der Verband kann seine Projekt- und Verbandsarbeit weitgehend normal fortsetzen.

In Kenia und Ruanda sind alle Schulen und Bildungseinrichtungen geschlossen. Die kenianische Regierung fordert ihre Bürger auf, sofern möglich, von zu Hause aus zu arbeiten, Versammlungen und Veranstaltungen zu meiden. Ruanda hat unter anderem öffentliche religiöse Zeremonien und Gottesdienste untersagt, auch alle anderen größeren Veranstaltungen sollen zurzeit nicht durchgeführt werden.

Dies hat Auswirkungen auf die Arbeit unserer dortigen Partnerverbände. Das Kolpingwerk Ruanda und das Kolpingwerk Kenia müssen vorerst ihre berufsbildenden Einrichtungen in Muramba und Kilimambogo schließen.
In Ruanda ist auch die Bildungsarbeit des Verbandes weitgehend zum Erliegen gekommen.

Südafrika: Auch KOLPING in Südafrika musste seine Projektarbeit weitgehend einstellen. Die WOP-Ausbildungskurse können nicht stattfinden. Viele Auszubildende sind verzweifelt, da ihre Ausbildung gestoppt ist, sie keinem Job nachgehen können und kein Geld für Lebensmittel haben. KOLPING setzt sich dafür ein, dass die Jugendlichen Essen durch andere Hilfsorganisationen erhalten, denn die staatliche Hilfe kommt nicht überall an. Die KOLPING-Mitarbeiter sind in Kontakt mit seinen Mitgliedern und informieren über Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus und gegen die häusliche Gewalt, die immer mehr zunimmt. Bilder aus Südafrika 

In Tansania sind alle Schulen und Universitäten geschlossen, auch die Kolpingarbeit ist eingeschränkt.

Togo: Versammlungen ab 20 Personen sind im Land verboten. Das Kolpingbüro ist noch besetzt und die Mitarbeiter führen Schulungen mit den nötigen Hygienemaßnahmen und Sicherheitsabstand zurzeit weiterhin durch.

Uganda: Alle Hotels und Schulen mussten landesweit schließen. Davon betroffen sind auch die Kolping-Ausbildungskurse in Kampala. Alle Kolping-Hotels sind momentan geschlossen. Alle Mitarbeitenden arbeiten von zu Hause aus, soweit dies möglich ist. Bildungsmaßnahmen können momentan nicht durchgeführt werden.
Die Lebensmittelpreise haben sich mehr als verdoppelt. Die Situation ist angespannt, da viele Familien im Moment kein Geld verdienen und sie keine Ersparnisse haben. Auf den Feldern darf gearbeitet werden, solange die Abstandsregeln eingehalten werden. Kolping ermuntert die Bauern, mehr als üblich anzubauen, damit sie sich einen Vorrat anschaffen können. Die Regierung hat angefangen, in und um die Hauptstadt Kampala Lebensmittel zu verteilen. Viele gehen dabei aber leer aus. Fotos aus Uganda

Asien

Indien: Die strikte Ausgangssperre wurde bis zum 17. Mai verlängert. Das Nationalbüro in Chennai musste schließen. Zusammenkünfte der Kolpingsfamilien sind nicht möglich. Der Bundesstaat Tamil Nadu ist einer der Bundesstaaten, in dem es die meisten Erkrankte gibt. Chennai, Sitz des Nationalbüros, ist eine sogenannten „rote Zone“. 80% der Menschen arbeiten im informellen Sektor und haben kein Einkommen mehr. Sie hungern. Masken und andere Schutzkleidung können sich die Wenigsten leisten.

Indonesien: Kolping verteilt Aufklärungsmaterial und stellt Wasser für die Allgemeinheit zur Verfügung. Dank der  Hilfe von KOLPING INTERNATIONAL kann der Verband die Infoflyer zu Corona vervielfältigen und direkte Hilfen wie Masken, Desinfektionsmittel und Waschbecken kaufen und verteilen. Absolventinnen der Hauswirtschaftskurse in den KOLPING-Asramen haben mit der Produktion von Gesichtsmasken begonnen.
Im Osten der Insel Sumba wohnt ein Familie neben der Kolpingkapelle in Melolo-Minggi Timbi. Sie hat in der Karwoche täglich dafür gebetet, dass die Ausbreitung des Coronavirus gestoppt wird. https://youtu.be/5dHAfhonDOU
Kolpingsfamilien in Katiku Loku (Sumba) und Kumba-Ruteng (Flores) verteilen Lebensmittel, Masken, Handwaschbehälter und Informationsmaterial über das Coronavirus. Fotos

Myanmar: Der Verband nutzt Handys und Videokonferenzen, um Besprechungen abzuhalten und Informationen auszutauschen. Die meisten Mitglieder befinden sich temporär in häuslicher Quarantäne.
Kolping hat Plakate angefertigt, auf denen konkrete Verhaltensregeln zum Schutz vor Covid 19 beschrieben werden. Diese Plakate hängt der Verband an öffentlichen Orten aus, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Zusätzlich beginnen zwei Mitarbeiterinnen, die einzelnen Familien zu besuchen und über die Gefahren aufzuklären. Unter der Anleitung einer gelernten Schneiderin stellen Mitglieder Gesichtsmasken her. Dank der ersten Spenden konnte der Verband ein Gesundheitspaket für 260 Mitglieder in 16 Kolpingsfamilien zusammenstellen. Es beinhaltet einen Mund- und Gesichtsschutz, Seife, Vitamin C-Tabletten und Informationsmaterial über COVID 19. Die Materialien werden jetzt in Yangun, Pyay, Thandwe und Taunggy verteilt. Gleichzeitig werden gerade Freiwillige geschult, die über Telefon und Videokonferenzen Kontakt zu den Mitgliedern halten, um sie über die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus aufzuklären.  Zur Bildergalerie

Philippinen: Hier gibt es einen kompletten Lockdown, daher können die Kolpingmitglieder nicht im Büro arbeiten, alle müssen zu Hause bleiben. Die von den Behörden ausgegebenen Lebensmittel sind knapp, der Verband fürchtet, dass viele Menschen hungern werden.

Sri Lanka: 5 Kolpingsfamilien befinden sich in Quarantäne, da ein ausländischer Pastor positiv getestet wurde, mit dem sie sich getroffen haben. Im Land herrscht eine generelle Ausgangssperre, die nur teilweise ausgesetzt wird, damit die Menschen einkaufen gehen können. Die Diözese Mannar bittet um finanzielle Unterstützung für den Kauf von Nahrung. Die Tagelöhner haben kein Einkommen mehr. Kolping unterstützt die Einwohner durch den Kauf von Lebensmitteln und Hygieneartikel.

Timor-Leste: Die Verbandsaktivitäten ruhen, da im ganzen Land eine Ausgangssperre gilt. Viele Menschen leiden Hunger, da sie aufgrund der Ausgangssperre weder ernten noch ihre Ware verkaufen können. Zudem herrschte im April eine große Dürre. Zum Glück beginnt es jetzt zu regnen, so dass wieder Korn auf den Feldern wachsen kann. KOLPING versorgt seine Mitglieder mit Nahrungsmitteln wie Reis, damit sie etwas zu essen haben. Kurzfilm über die Hilfsaktionen von KOLPING in Baucau.

Vietnam: KOLPING hilft der Bevölkerung in der Diözese Long Xuyen und verteilt Lebensmittel.

Mittel- und Osteuropa

Albanien: Bereits Anfang März musste das Kolpinghaus in Shkoder auf offizielle Anweisung hin schließen. Einige Angestellte arbeiten von zu Hause aus. Der Verband hat keine Einnahmen mehr.

In Litauen herrscht seit Mitte März eine Ausgangssperre, nur die Lebensmittelgeschäfte und Apotheken sind geöffnet. Der Unterricht an der KOLPING-Grundschule und –Universität findet online statt. Die Mitarbeiter arbeiten im Homeoffice. Projektarbeit und Seminare ruhen.

Polen: Der Mitarbeiterstab von KOLPING Polen arbeitet weitgehend im Homeoffice. Die Berufsberatung wird telefonisch oder online weiterhin ohne große Einschränkungen durchgeführt. Einige Bildungsmaßnahmen werden online abgehalten.

Rumänien: Das Kolpinghotel in Brasov und das Sozialzentrum in Oituz ist seit Mitte März geschlossen, die 37 Angestellten sind zurzeit arbeitslos. Die Einnahmen für den Verband sind somit weggebrochen.  Die Mitarbeitenden aus dem Nationalbüro arbeiten weitgehend im Homeoffice und halten den Kontakt mit den Kolpingmitgliedern aufrecht: Mehr Informationen aus erster Hand gibt es hier. 
In Oituz hat der Verband begonnen, Hilfsbedürftige mit Lebensmitteln zu versorgen. Zur Bildergalerie

Serbien: Die Hauptamtlichen arbeiten teilweise im Homeoffice und sind täglich durch Skype-Konferenzen verbunden. Da KOLPING Serbien professionell in der häuslichen Alten- und Krankenpflege tätig ist, hat die Geschäftsführung alle Hände voll zu tun, Schutzkleidung zu organisieren und die Betreuung den Umständen anzupassen. Viele Kolpingsfamilien nähen Mundschutz-Masken und verteilen sie. Die Kolpingjugend hilft den Älteren und erledigt ihre Einkäufe.

Slowakei: Der Verband konzentriert sich auf das Produzieren von Mundschutzmasken, die hier bestellt werden können: http://www.kolping.sk/mundschutz/

Slowenien: Die Bildungsarbeit ruht zurzeit. Die Internationale Friedenswanderung wurde auf den Mai 2021 verschoben.

Tschechien: Das Nationalbüro von KOLPING ist noch in Betrieb. Einige KOLPING-Zentren und Schulen sind geschlossen. Das Frauenhaus in Prag ist noch mit Einschränkungen geöffnet. Projektarbeit findet zurzeit nicht statt.

Ukraine: Das Team von Kolping Ukraine arbeitet im Home-Office und hat digitalen Kontakt zu den Kolpingsfamilien. Derzeit ruht die Projektarbeit. Besonders schwer ist es für die Menschen mit Behinderungen, die normalerweise in den Kolping-Einrichtungen betreut werden und die nun zu Hause bleiben müssen. „Wir versuchen, die Beratungen und Kurse online zu organisieren“, berichtet Vasyl Savka, Geschäftsführer von Kolping Ukraine aus Czernowitz.
Die Kolpingsfamilie Iwano-Frankiwsk hat ersten 1200 Schutzmasken angefertig und verteilt, die Kolpingsfamilie in Czernowitz sammelt Lebensmittel für Bedürftige.

Ungarn: Die Mitarbeiter arbeiten im Homeoffice und stehen in engem Kontakt mit den Kolpingmitgliedern. Viele wenden sich mit ihren Sorgen an KOLPING und erhalten Trost und Zuspruch. Der Unterricht in den KOLPING Schulen findet weiterhin digital statt, die Schülerinnen und Schüler werden online unterrichtet.
Das Kolping-Hotel in Alsópáhok ist geschlossen. Die Programme der Kolpingsfamilien und alle Veranstaltungen sind auf unbestimmte Zeit vertagt.

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die von der Corona-Pandemie betroffenen Familien weltweit.

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